Verkehrsunfallstatistik 2009 des Kantons Obwalden

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Zwei Todesopfer im Strassenverkehr, weniger Unfälle mit Lastwagen und Fussgängern, mehr Unfälle mit Personenwagen, Motor- und Fahrrädern.
Verkehrsunfallzahlen
Es ist festzuhalten, dass sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr wesentlich mehr Verkehrsunfälle ereigneten. Durch die Verkehrs- und Sicherheitspolizei mussten im Jahr 2009 insgesamt 238 Verkehrsunfälle (Vorjahr 200) aufgenommen werden. Dies entspricht einer Zunahme von 38 Unfällen oder von 19%. Ähnliche Zahlen mussten zuletzt 2007 (237) und 2004 (236) verzeichnet werden. Blickt man jedoch einige Jahr zurück, ist klar festzustellen, dass die Verkehrsunfallzahlen tendenziell rückläufig sind. Einige Schwankungen innerhalb von wenigen Jahren zeigen die Statistiken immer wieder auf. Ein nicht beeinflussbarer Grund dafür sind sicherlich auch die unterschiedlichen jährlichen Umweltbedingungen. Der zum Teil starke Schneefall im Februar und der frühe Beginn der Motorradsaison im Mai zeigen im Jahr 2009 eindeutige Auswirkungen auf die Verkehrsunfallzahlen im Kanton Obwalden. Ereigneten sich zum Beispiel vom 06. – 10. Mai 2009 insgesamt 5 Motorradunfälle mit Körperverletzungen (3 davon am Wochenende). Zudem hat das immer grössere Verkehrsaufkommen während den Hauptverkehrszeiten (Rush Hour) und der Ausflugsverkehr an den Wochenenden ebenfalls zu mehreren Verkehrsunfällen geführt.
Verkehrsopfer
Durch die Zunahme der Verkehrsunfälle stiegen leider im Jahr 2009 auch die Zahlen der verletzten und getöteten Personen. Im Kanton Obwalden verloren 2 Personen ihr Leben auf der Strasse (Vorjahr 1). Bei beiden Verkehrstoten handelt es sich um Verkehrsteilnehmer mit Fahrrädern, welche jeweils mit einem Personenwagen kollidierten. Der erste tödliche Verkehrsunfall ereignete sich auf der Schwerzbachstrasse in Giswil und der zweite tödliche Verkehrsunfall auf der Brünigstrasse in Sarnen. Weiter wurden durch die Verkehrsunfälle 25 Personen schwer und 106 Personen leicht verletzt.
Auffälligkeiten
Auffallend an der Verkehrsunfallstatistik 2009 ist, dass im Monat Mai am meisten Verkehrsunfälle auf Obwaldner Strassen aufgenommen werden mussten und die Anzahl der beteiligten Motorräder gegenüber dem Vorjahr um 18 zunahm, was einer Zunahme von 69% entspricht. Kommt noch hinzu, dass der Sonntag sich als unfallhäufigster Wochentag herausstellt. Ebenfalls fällt auf, dass die Anzahl der beteiligten Radfahrerinnen/Radfahrer vom Vorjahr (17) um 7 auf insgesamt 24 anstieg und dabei beide Verkehrsopfer zu diesen Verkehrsteilnehmern gehörten. Zudem fällt auf, dass neu Innerorts am Meisten Unfälle rapportiert werden mussten und auf der Autostrasse A8 28 Verkehrsunfälle mehr als im Vorjahr statistisch erfasst wurden.
Positiv
Ein erfreuliches Bild zeigt die Verkehrsunfallstatistik 2009 bei den Unfällen mit beteiligten Lastwagen, Lieferwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeuge, sowie bei Verkehrsunfällen mit beteiligten Fussgängerinnen/Fussgängern. Nahmen diese Unfälle doch gegenüber dem Vorjahr ab, obwohl die Unfallzahlen stiegen.
Negativ
Unerfreulich an der Statistik 2009 ist die Zunahmen der Ursachen von Verkehrsunfällen wegen Unaufmerksamkeit, zu schnellem Fahren und vor allem der Angetrunkenheit. Konnten doch die relativ tiefen Unfallzahlen im Jahr 2008 bezüglich dem zu schnellem Fahren nicht beibehalten werden. Hier stiegen diese wieder auf den Stand vom Jahr 2004. Bedenklich ist aber auch die Zunahme der Verkehrsunfälle, bei welchen die Fahrzeugführerinnen/Fahrzeugführer angetrunken, übermüdet, unter Drogen oder Medikamente standen. So nahm zum Beispiel Angetrunkenheit als Unfallursache gegenüber dem Vorjahr (20) wiederum um 25% zu. Genau der gleiche Anstieg war bereits schon vom Jahr 2007 auf das Jahr 2008 festzustellen.
Auswirkungen auf die polizeiliche Tätigkeit im Jahr 2010
Um präventiv auf die Unfallentwicklung zu wirken, wir die Verkehrs- und Sicherheitspolizei in diesem Jahr die Kontrolltätigkeit auf der Strasse intensivieren. Nebst den geplanten Geschwindigkeitskontrollen werden zu Beginn der Motorradsaison mehr mobile Laser-Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen. Im Vordergrund stehen dabei die Wochenenden auf den Berg- und Passstrassen. Zudem wird noch häufiger ein besonderes Augenmerk auf die Fahrfähigkeit aller Fahrzeugführerinnen/Fahrzeugführer gelegt. Ein weiteres Thema wird auch die Ausrüstung und das Fahrverhalten der Radfahrerinnen/Radfahrer sein.
Schlussbemerkungen
Mit mehr Präsenz und Kontrollen, gezielt an den Unfallschwerpunkten, wird die die Verkehrs- und Sicherheitspolizei im laufenden Jahr die Prävention zur Verhinderung von Verkehrsunfällen verstärken.

Weiterführende Informationen:
Verkehrsunfallstatistik 2009 des Kantons Obwalden
Nachricht vom: 25.01.2010
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