Kunst auf dem Landenberg

Schang Hutter und Lisa Hutter Schwahn

Vom 20. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019 präsentiert der Verein «Kunst auf dem Landenberg» an der gleichnamigen historischen Stätte oberhalb des Dorfes Sarnen zeitgenössische Werke von Schang Hutter und Lisa Hutter Schwahn. Eine gemeinsame Ausstellung von Vater und Tochter ist eine absolute Premiere in der Biografie der beiden renommierten Kunstschaffenden.

Nach den erfolgreichen Ausstellungsprojekten Familie Luginbühl (2008/09) und H. R. Giger (2010/11) auf dem Landenberg Sarnen haben die Verantwortlichen sich entschieden, diesen Ausstellungszyklus unter organisatorischer Federführung des neu gegründeten Vereins «Kunst auf dem Landenberg» weiterzuführen. Mit dem Ziel, der Bevölkerung – insbesondere auch Schulklassen – kostenlos Zugang zu zeitgenössischer Kunst zu ermöglichen und darüber hinaus, ein Publikum aus der ganzen Deutschschweiz anzusprechen. Für die Ausstellung 2018/2019 ist es dem Verein gelungen, die beiden Kunstschaffenden Schang Hutter und Lisa Hutter Schwahn zu gewinnen. «Es ist für uns eine ausserordentliche Freude und ein ebenso grosses Privileg, dass Vater und Tochter erstmals in ihrem langjährigen Schaffen gemeinsam eine Ausstellung konzipieren und ihre Werke an einem Ort zeigen», so Edith Zurgilgen, Präsidentin des Vereins «Kunst auf dem Landenberg».
Schang Hutter: «Der Verletzlichkeit Raum geben»

Der Solothurner Schang Hutter gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern der Schweiz. «Der Verletzlichkeit Raum geben» prägt sein Werk – ein hoch aktuelles Thema. Schang Hutter hat seinen grossen, im Aussenbereich des Landenberg zu sehenden Eisenplastiken – seinen Menschenzeichen, seinen Figurenzeichen – lange, dünne Arme gegeben, die wie Fühler den offenen Raum ertasten. Mit seinen Figurenzeichen in Gruppen zueinander dargestellt, bewegen sich diese Fühlarme jeweils durch die Aura des andern Menschen, des andern Figurenzeichen, ohne zu verletzen, ohne zu beeinträchtigen. «Dieses vorsichtige Ineinanderfühlen sollte nach meiner Überzeugung dazu beitragen Gemeinsamkeiten zu erkennen, sich schützend und stützend miteinander weiter zu bewegen», so Schang Hutter über seine Werke. In den vergangenen Wochen sind bereits die ersten Grossplastiken von Schang Hutter auf der altehrwürdigen Landenberg-Wiese aufgebaut worden. Und es ist beeindruckend, wie gut die monumentalen Werke an diesem geschichtsträchtigen Ort wirken. In den kommenden Tagen gestalten Schang Hutter und Lisa Hutter Schwahn den Innenraum des Alten Zeughauses zu ihrem Ausstellungsraum um.

Lisa Hutter Schwahn: «Woher kommt die Kraft?»
In Bildern und Installationen verknüpft Lisa Hutter Schwahn aktuelle Lebensfragen mit der Symbolwelt prähistorischer, vorpatriarchaler Kulturen. Sie vernäht Papier, kombiniert Stickerei mit Malerei und baut Figuren und Installationen aus Leinwand, Papier und Holz. Lisa Hutter Schwahn wurde in Solothurn geboren. Sie absolvierte die Ausbildung zur Damenschneiderin. Seit Jahrzehnten ist sie in Kostümproduktionen für Theater, Oper und Musicals international tätig. Die Leitung eines Kunst- und Projektateliers in einem Wohnheim für Menschen mit Handicap, der Aufbau eines Papiermaché-Ateliers in einem Erwerbslosenprojekt und das Begleiten von Menschen in ihrem künstlerischen Ausdruck sind Stationen auf ihrem Weg zur freischaffenden bildenden Künstlerin. Sie ist Mitglied der Künstlerinnenvereinigung Gedok München. Lisa Hutter Schwahn lebt und arbeitet seit 2010 in München. Sie hat eine Tochter, Sophie Hutter (Schauspielerin), und ist seit 2013 mit dem Landschaftsarchitekten und Gartenhistoriker Michael Schwahn verheiratet.

Ausstellung samstags und sonntags geöffnet
Die Ausstellung «Schang Hutter und Lisa Hutter Schwahn» auf dem Landenberg Sarnen ist vom 20. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019 jeweils samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Gruppenführungen (Schulen, Vereine und Firmen) auf Anfrage: 041 660 10 59.

Die Künstlerin und der Künstler sind an folgenden Tagen anwesend:
• 20. Oktober 2018
• 24. November 2018
• 19. Januar 2019

Wichtiger Hinweis an Vernissagegäste und Ausstellungsbesucher:
Bitte Parkplätze unterhalb des Landenberg auf dem Parkplatz Ei benutzen. Für Besucher, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ist der Ausstellungsort von Bahnhof Sarnen in wenigen Minuten zu Fuss via Dorfplatz erreichbar.